Wie Zinsen IPOs, Pre-IPOs und Venture-Deals beeinflussen
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Wie Zinsen IPOs, Pre-IPOs und Venture-Deals beeinflussen

Wie Zinsen IPOs, Pre-IPOs und Venture-Deals beeinflussen

Zinssätze sind eine grundlegende Kennzahl der Wirtschaft. Wenn die Zinsen steigen, wird alles teurer: Kredite, Kapital, Risiken. Wenn sie fallen, ist im Gegenteil alles günstiger.

Einflussmechanismen

1. Diskontierung zukünftiger Cashflows

Geld heute ist mehr wert als Geld morgen. Ein hoher Zinssatz erhöht die Diskontierung, und die zukünftigen Gewinne von Unternehmen werden niedriger bewertet.

2. Kapitalkosten

  • Die Fremdkapitalkosten steigen proportional zu den Zinssätzen
  • Die Eigenkapitalkosten steigen ebenfalls (Anleger fordern eine höhere Risikoprämie)
  • Der WACC (Weighted Average Cost of Capital) steigt

IPO (Börsengang)

Bei hohen Zinsen:

  • Anleger sind konservativ: Sie bevorzugen sichere Staatsanleihen gegenüber riskanten Aktien
  • Bewertungen von IPO-Unternehmen sind niedriger (oft unterhalb oder am unteren Ende der Spanne)
  • Weniger erfolgreiche Börsengänge
  • Höhere Volatilität an der Börse

Bei niedrigen Zinsen:

  • Geld ist billig und sucht nach Rendite
  • Höhere IPO-Bewertungen
  • Mehr erfolgreiche Börsengänge

Pre-IPO (Kapitalerhöhung vor dem Börsengang)

Bei hohen Zinsen:

  • Pre-IPO-Investitionen sind weniger attraktiv (langer Horizont ohne Liquidität)
  • Niedrigere Bewertungen für Finanzierungsrunden
  • Insgesamt weniger Transaktionen

Bei niedrigen Zinsen:

  • Pre-IPO ist aktiver (Anleger wollen Geld in Unternehmen „pflanzen“, die sich auf einen IPO vorbereiten)
  • Höhere Bewertungen (manchmal überhöht, was zum Zusammenbruch beim IPO führt)

Venture-Deals (Frühphasen)

Bei hohen Zinsen:

  • Seed- und Series-A-Finanzierungen werden riskanter: Horizont von 5-7 Jahren mit hohen Kapitalkosten
  • Die Burn Rate wird kritischer: Es ist teuer, ein Unternehmen auf der „Startbahn“ zu halten
  • Weniger neue Deals, aber gründlichere Due Diligence

Bei niedrigen Zinsen:

  • Geld sucht nach Alpha: Venture-Investitionen sind aktiver
  • Mehr Deals, aber manchmal mit überhöhten Bewertungen

Historische Beispiele

  • 2022-2023: Die Fed-Zinsen stiegen von 0 % auf 5,25 %. Der IPO-Markt fror ein, Pre-IPO-Transaktionen wurden konservativer.
  • 2020-2021: Zinsen bei etwa 0 %. Rekordzahl von IPOs, aber viele Unternehmen brachen an der Börse ein.

Fazit:

Zinssätze sind ein grundlegender Faktor. Bei hohen Zinsen sind Anleger konservativ, Bewertungen niedriger und es gibt weniger Deals. Bei niedrigen Zinsen ist das Gegenteil der Fall, aber das Risiko einer Blase ist höher.

Für Anleger bedeutet das: Wenn die Zinsen fallen, sollten sie aktiver auf Pre-IPOs und Venture-Deals achten, aber bei überhöhten Bewertungen vorsichtig sein. Wenn die Zinsen steigen, sollten sie sich auf qualitativ hochwertige Deals mit klaren Geschäftsmodellen konzentrieren.

Handlungsempfehlung:

Behalten Sie die Fed-Zinsen im Auge und passen Sie Ihre Strategie an, aber generell ist der Private-Equity-Markt weniger volatil und stabiler. Bleiben Sie dran und abonnieren Sie IPO-News.