IPO

Wie funktioniert ein Börsengang und womit verdient ein Investor?

Wenn ein Investor an einem Börsengang teilnimmt, wettet er im Wesentlichen darauf, dass das Unternehmen beim Börsengang vom Markt über seinem Einstiegspreis bewertet wird. Der Gewinn entsteht jedoch nicht aus einem einzelnen Faktor. Er hängt von der Bewertung des Unternehmens, der Nachfrage nach dem Angebot, den Marktbedingungen und der Performance der Aktien nach Handelsbeginn ab.

Was geschieht zum Zeitpunkt des Börsengangs?

Das Unternehmen legt den Angebotsbereich fest, Emissionsbanken sammeln die Nachfrage, und anschließend wird der Börsengangpreis bestimmt. Wenn ein Investor eine Zuteilung erhält und Wertpapiere zu diesem Preis kauft, hängt sein Ergebnis davon ab, wie die Aktien anschließend gehandelt werden. Wenn der Markt das Unternehmen höher bewertet, entsteht ein Gewinn. Waren die Erwartungen zu hoch, kann der Preis unter das Einstiegsniveau fallen.

Woher kommt die potenzielle Rentabilität?

Die Rendite bei einem Börsengang entsteht, wenn ein Unternehmen zu einem Preis an die Börse geht, den der Markt im Verhältnis zu seinem Wachstum, seiner Branche und Vergleichsunternehmen als attraktiv erachtet. Eine zusätzliche Rolle spielen Angebotsknappheiten: Bei sehr hoher Nachfrage nach den Wertpapieren können die Aktien in den ersten Tagen starken Schwung erhalten. Derselbe Mechanismus kann jedoch auch umgekehrt wirken, wenn das Interesse schnell nachlässt.

Was beeinflusst die Ergebnisse des Investors?

Am wichtigsten sind die Fundamentaldaten des Unternehmens, die Bewertung, die Marktlage und die Nachfragestärke. Wenn ein Unternehmen schnell wächst, in einen starken Sektor eintritt und zu einem günstigen Zeitpunkt platziert wird, ist die Chance eines erfolgreichen Starts höher. Bei nervösem Markt und hohen Bewertungen kann selbst ein vielbeachteter Börsengang Anleger enttäuschen.

Warum ein Börsengang nicht gleich schnelle Gewinne bedeutet

Viele Teilnehmer erwarten sofortiges Wachstum allein aufgrund der Medienberichterstattung über die Platzierung. Ein Börsengang ist jedoch lediglich der Einstiegspunkt in die öffentliche Geschichte eines Unternehmens. Manchmal verzeichnet der Markt schnell starkes Wachstum, manchmal braucht es Zeit, das Unternehmen neu zu bewerten und ein faires Preisniveau zu finden.

Fazit

Beim Börsengang verdient der Anleger nicht durch den Listing-Akt selbst, sondern durch die Differenz zwischen dem Einstiegspreis und der späteren Marktbewertung des Unternehmens. Daher ist es wichtig, nicht auf den Trubel um die Platzierung zu achten, sondern auf die Wirtschaftlichkeit des Unternehmens, die Nachfrage und die Realistischeit der Bewertung.