Der Einstieg in ein Pre-IPO-Geschäft wird normalerweise eher diskutiert als der Ausstieg. Für einen Privatanleger ist jedoch oft das Ausstiegsszenario eines der Hauptprobleme. Vor dem Kauf ist es wichtig, nicht nur die potenzielle Rentabilität zu verstehen, sondern auch, wie man tatsächlich eine Position absichern kann, wenn sich der Markt ändert oder man vorzeitig Geld benötigt.
Warum der Ausstieg aus einem Pre-IPO schwieriger ist als an der Börse
Am öffentlichen Markt ist die Liquidität normalerweise größer: Aktien können fast sofort zum Marktpreis verkauft werden. Bei Pre-IPO ist die Situation anders. Das Vermögen befindet sich auf dem privaten Markt, der Kreis der Käufer ist enger, und die Transaktion kann Genehmigungen, die Suche nach einem Kontrahenten und Zeit für die Abwicklung erfordern. Aus diesem Grund ist ein vorzeitiger Ausstieg fast immer weniger bequem als am öffentlichen Markt.
Welche Ausstiegsszenarien gibt es?
In der Praxis betrachtet ein Anleger normalerweise mehrere Optionen. Die erste besteht darin, auf den Börsengang (IPO) des Unternehmens oder ein anderes Liquiditätsereignis zu warten. Die zweite besteht darin, die Position über den Sekundärmarkt zu verkaufen, sofern es dafür eine Infrastruktur und einen Käufer gibt. Die dritte besteht darin, an einem Übernahmeangebot oder einem anderen organisierten Verkauf teilzunehmen. Jede Option unterscheidet sich in Geschwindigkeit, Preis und Wahrscheinlichkeit der Ausführung.
Warum der Sekundärmarkt wichtig ist
Der Sekundärmarkt verringert die Hauptangst bei privaten Investitionen – das Gefühl, dass das Geld bis zu einem unbekannten Zeitpunkt vollständig eingefroren ist. Dies bedeutet zwar keine sofortige Liquidität, bietet aber im Vergleich zu einem erzwungenen vorzeitigen Rückkauf, der für den Anleger fast immer weniger profitabel ist, ein marktbezogeneres und flexibleres Ausstiegsszenario.
Was ist vor dem Einstieg wichtig zu prüfen
Vor dem Kauf sollte ein Anleger verstehen, ob es einen klaren Sekundärmechanismus gibt, wie interessant das Vermögen für andere Käufer ist, welche Gebühren beim Ausstieg anfallen können und welcher Anlagehorizont realistisch erscheint. Wenn diese Fragen nicht im Voraus gestellt werden, kann die Investition genau in dem Moment unangenehm werden, in dem der Bedarf zum Ausstieg entsteht.
Fazit
Der Ausstieg aus einem Pre-IPO-Geschäft ist Teil der Anlagelogik und kein geringfügiges technisches Detail. Je früher ein Anleger mögliche Liquiditätsszenarien versteht, desto geringer ist das Risiko einer unangenehmen Überraschung in dem Stadium, in dem das Vermögen bereits gekauft wurde.