Microsoft, Alphabet und Amazon schlossen das Quartal zum 30. Juni mit gesamten vertraglichen Verpflichtungen von 1,69 Billionen US-Dollar ab. Ein Jahr zuvor lag die Summe bei rund 670 Milliarden US-Dollar.
Der kommerzielle Auftragsbestand von Microsoft belief sich auf 678 Milliarden US-Dollar, ein Anstieg von 84% gegenüber dem Vorjahr. Google Cloud meldete 514 Milliarden US-Dollar nach 106 Milliarden US-Dollar im Vorjahr. AWS berichtete 496 Milliarden US-Dollar, davon entfielen 132 Milliarden US-Dollar auf ein einziges Quartal.
Der wichtigste Einwand gegen den KI-Zyklus blieb bislang die Lücke zwischen Ausbau und bestätigter Nachfrage — die Investitionsausgaben wuchsen schneller als der Umsatz, während der Käufer der Kapazitäten kaum sichtbar war.
Die Budgets schrumpfen dabei nicht. Amazon steuert seine Investitionsausgaben für 2026 auf 220 Milliarden US-Dollar zu, Alphabet erhöhte die Prognose auf 195–205 Milliarden US-Dollar, und Microsoft investierte im Quartal 35,8 Milliarden US-Dollar. Dieses Geld fließt die Wertschöpfungskette hinunter, zu Rechenzentrumsbetreibern, Entwicklern von Inferenzchips und Energieversorgern.
Crusoe hält 4,9 GW an vertraglich gebundener Leistung, darunter Campusprojekte für Oracle und Microsoft. All das zeigt die Relevanz von Rechenkapazitäten in der aktuellen Marktposition.